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Unterhalt

Es herrscht immer noch ein gewisses Chaos, wenn der Begriff Unterhalt fällt.

Es gibt mehrere Arten von Unterhalt. Die unterschiedlichen Arten von Unterhalt sollte man kennen, wenn man nicht durcheinander kommen will.

Es gibt unter anderem Unterhalt für den getrennt lebenden Ehepartner, nachehelichen Unterhalt für den geschiedenen Ehepartner und
Kindesunterhalt.
Bei diesen Unterhaltsansprüchen gibt es immer einen Unterhaltsberechtigten und einen oder mehrere Unterhaltspflichtige.

Eine gewisse Hilfe gibt die regelmäßig angepasste Düsseldorfer Tabelle http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/Presse_aktuell/20171106_PM_Duesseldorfer-Tabelle/Duesseldorfer-Tabelle-2018.pdf

Die genaue Berechnung von Unterhalt sollten Sie dann aber doch vom Rechtsanwalt durchführen lassen und ebenso die Durchsetzung des Anspruchs auf den jeweiligen Unterhalt, wenn es Probleme beim Unterhaltspflichtigen gibt.

Sollte der Unterhaltspflichtige nicht leistungsfähig sein, so springt in bestimmten Fällen, so zum Beispiel beim Unterhalt für Kinder der Staat ein. Der Staat zahlt dann den sogenannten Unterhaltsvorschuss. Der Unterhalt für Kinder, also der Kindesunterhalt, ist ein Anspruch des Kindes gegenüber dem unterhaltspflichtigen Elternteil. So lange das Kind nicht volljährig ist, hat der Unterhaltspflichtige diesen Unterhalt zu Händen des Elternteiles zu zahlen, wo sich das Kind aufhält, also dahin, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat.
Der Unterhaltspflichtige hat laut Gesetz eine gesteigerte Erwerbsobliegenheitspflicht – sprich der Unterhaltspflichtige macht sich unter Umständen strafbar, wenn er vorsätzlich weniger verdient als er könnte, nur um weniger Unterhalt zahlen zu müssen.

Interessant und rechtlich kompliziert wird es immer dann, wenn das unterhaltsberechtigte Kind bei beiden Eltern lebt. Grundsätzlich leistet derjenige Elternteil, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, den Unterhalt in natura, sprich das Kind wird gekleidet, ernährt und so weiter. Wenn getrennt lebende Eltern oder geschiedene Paare das sogenannte Wechselmodell vereinbart haben, dann kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, das beide Eltern Unterhalt in natura leisten, sodass keiner der beiden Eltern bar unterhaltspflichtig ist.

Ein weites Feld im juristischen Sinne beschreibt den getrennt lebend Unterhalt und den nachehelichen Unterhalt. Diese Form des Unterhalts ist sicher ein Relikt aus alten Zeiten, aber auf Grund der nach wie vor großen Gehaltsunterschiede zwischen Mann und Frau und der schlechten Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf, immer noch ein Thema.
Ob ein solcher Unterhalt zu zahlen ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, und sollte im Zweifelsfall rechtlich geprüft werden.

Rechtsanwalt Karsten Reichelt

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